Umstadt braucht die Nordspange! Dringend!

 

Wenn es nach der FDP geht, soll der Bau der Nordspange nicht mehr weiter verfolgt werden (Odenwälder Bote vom 09.02.2018). Stattdessen soll vor allem der aus Richtung Babenhausen / Aschaffenburg kommende LKW-Verkehr über eine noch zu verbreiternde Landesstraße L3115 durch Richen zum Semder Kreuz geleitet werden.

Die Richer werden sich für diesen Vorschlag sicher bedanken und die Verkehrsprobleme in der Kernstadt hängen mit Sicherheit nur wenig mit dem aus Richtung Babenhausen kommenden LKW-Verkehr zusammen. Für die permanenten Staus und die weiter zunehmende Verkehrsdichte in der Georg-August-Zinn-Straße sind vor allem Groß-Umstädter PKWs verantwortlich.

Aber kann man die Meinung der gerade wieder einmal Zick-Zack fahrenden FDP-Verkehrsexperten überhaupt ernst nehmen? Schließlich waren sie es doch, die 2013/2014 beantragten, die Nordspange in einem Tunnel verschwinden zu lassen, der in der breiten Gasse in Höhe der Kleingärten abtauchen sollte. Wer weiß, was die freidemokratischen Querdenker in 5 Jahren zur Verkehrsentlastung planen werden?

Die BVG jedenfalls sieht nach wie vor die dringende Notwendigkeit, die Nordspange zu realisieren. Die täglichen langen Staus in der Georg-August-Zinn-Straße und der zunehmende Ausweichverkehr in dafür völlig ungeeigneten Nebenstraßen wie z.B. Riegelgartenweg, Am Schwarzen Berg, Am Stadtgraben oder Goethestraße können auf Dauer nicht hingenommen werden. Wir müssen die Innenstadt entlasten, damit Groß-Umstadt lebenswert bleibt. Zudem ist die Nordspange auch ein wichtiger Faktor für die Zukunftsentwicklung wenn wir z.B. an den Neubau eines neuen Feuerwehrstützpunktes jenseits der Bahnlinie denken. In Kürze wird ja auch mit der Offenlegung des Bebauungsplans ein weiterer wichtiger Schritt bei der Planung der Nordspange erfolgen.

Für die Zeit bis zur Nordspange benötigen wir aber auch brauchbare Interimskonzepte für den innerstädtischen Verkehr. Diese werden auch vom Ortsbeirat seit längerem gefordert, der jetzt beantragt hat, dass ein Verkehrsplaner beauftragt werden soll, noch 2018 die Grundlagen für solche Interimslösungen zu erarbeiten. Dieser Antrag wird von der BVG ausdrücklich unterstützt.

Eins ist klar, die Nordspange muss kommen, denn ohne sie wird der Individualverkehr nicht zu bewältigen sein und ohne sie sind die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten unserer Stadt spürbar eingeschränkt. Sie können sicher sein, dass die BVG an diesem wichtigen Thema dran bleibt.

 

Ihre

Bürgervereinigung Groß-Umstadt e.V.

www.bvg-gross-umstadt.de