BVG will Carsharing vorantreiben

 

Carsharing ist zweifelsohne eines der wichtigen Zukunftsthemen. Deshalb hatte die BVG die Förderung von Carsharing 2016 auch in ihrem Wahlprogramm verankert. Die gemeinschaftliche Nutzung von Kraftfahrzeugen liegt in Deutschland voll im Trend, denn die Nutzungszahlen steigen seit Jahren. Auch in unserer Nachbarstadt Dieburg gibt es schon ein entsprechendes Angebot.


Um Carsharing auch in Groß-Umstadt voranzubringen, hat die BVG im April einen entsprechenden Antrag erarbeitet, der in der nächsten Sitzung des Stadtparlaments auf der Tagesordnung steht. Im Rahmen der interfraktionellen Diskussionen stellte sich heraus, dass die SPD einen ähnlichen Antrag in Vorbereitung hatte, so dass wir uns dazu entschlossen haben, mit der SPD zusammen einen gemeinsamen Antrag zur Förderung von Carsharing zu formulieren. Darüber wird die Stadtverordnetenversammlung am 11. Mai beschließen.


Nachfolgend der gemeinsame Antrag von BVG und SPD zum Thema „Carsharing“:

Die Stadtverordnetenversammlung fordert den Magistrat auf, mit verschiedenen Carsharing-Anbietern Verhandlungen zu führen, um in Groß-Umstadt ein ent-sprechendes Angebot zu realisieren. Solche Angebote gibt es zum Beispiel mit „book-ndrive“ in Dieburg oder „App2drive“ in Neu-Isenburg. Es gibt aber auch noch weitere Anbieter auf dem Markt. In diesem Zuge ist auch zu prüfen, inwieweit mit begrenzten Anreizen, eine private Initiative angestoßen werden kann. Die Möglichkeit der Angebotserweiterung auf E-Mobilität sollte bei der Auswahl des Anbieters mit berücksichtigt und zeitnah ins Auge gefasst werden.

Nach erfolgreichen Verhandlungen sind seitens der Stadt Stellplätze, z. B. im Bereich des neugestalteten Bahnhofs, zur Verfügung zu stellen und entsprechend zu kennzeichnen. Zudem sollte durch das Stadtmarketing das Angebot bekannt gemacht und unterstützt werden.


Begründung:
Carsharing erfreut sich wachsender Nachfrage. In Deutschland haben sich schon mehr als eine Million Menschen für eine Mitgliedschaft in einer Carsharing-Organisation entschieden. Fachleute gehen davon aus, dass im Durchschnitt ein Carsharing-PKW vier bis acht private Fahrzeuge ersetzen kann. Dement-sprechend reduziert sich so der Bedarf an Park- und Stellplätzen.


Carsharing trägt auch dazu bei, dass man ein Fahrzeug bewusster nutzt und es ist als Ergänzung zum öffentlichen Nahver-kehr anzusehen. Das Auto wird nur dann genutzt, wenn es wirklich notwendig ist. Carsharing leistet so einen nennens-werten Beitrag zum Klimaschutz und so hat auch die Bundesregierung die Unterstützung von Carsharing in Städten in ihr Klimaschutz-Aktionsprogramm 2020 aufgenommen.

Wir sind der Meinung, dass die Förderung eines Carsharing- Angebotes Groß-Umstadt gut zu Gesicht steht, denn es ist zweifelsohne eine zukunftsorientierte Mobilitätsform und trägt zudem dazu bei, die Ziele des Klimaschutzkonzeptes zu erreichen.
Andere südhessische Kommunen zeigen schon, dass ein solches Angebot von der Bevölkerung angenommen wird. Warum sollte das in Groß-Umstadt anders sein?

 

Ihre

Bürgervereinigung Groß-Umstadt e.V.